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Studieren in Südkorea: Trend-Destination fürs Auslandssemester

Studieren in Südkorea: IEC Studienberaterin Melanie weiß aus eigener Erfahrung wie es geht. Ihr Auslandssemester während des Studiums der Kulturwissenschaften an der Viadrina in Frankfurt (Oder) absolvierte sie in der Metropole Seoul. Ihr Fazit: Wer in Südkorea studiert, verlässt seine Komfortzone, aber wird keinen Kulturschock erleiden.

IEC Studienberaterin in Südkorea
IEC Studienberaterin Melanie hat in Südkorea studiert.

Statt Erasmus wollte Melanie die Gelegenheit eines Auslandssemesters nutzen, um etwas weiter über den Tellerrand zu schauen und eine unbekannte Kultur etwas besser kennenzulernen.

Freundliche Menschen in Südkorea

Zu den ersten Erfahrungen, die sie als blonde, relativ große Frau machte: Menschen aus Europa fallen in Südkorea auf. „Auf dem Campus hat sich das gelegt, aber außerhalb schauen die Leute einfach, wenn man als einzige Nicht-Asiatin in der U-Bahn steht.“ Doch die Neugier der eher schüchternen Koreaner ist freundlich und wer ein paar Brocken Koreanisch spricht, wird besonders hilfsbereit angenommen. Hilfreich: Translator-Apps für den Einstieg in den koreanischen Alltag.

Koreanisch lernen, auf Englisch studieren

Studieren in Südkorea
Alte Kultur entdecken im Auslandssemester

Spracherwerb gehört zum Auslandsstudium einfach dazu. Studiert wird auf Englisch, denn um auf Koreanisch studieren zu können, müsste man schon mit guten Kenntnissen ins Land kommen. Deshalb hat Melanie wie die meisten ausländischen Gäste Kurse auf Englisch besucht, wodurch sich die Englischkenntnisse ganz automatisch deutlich verbessern. Jede IEC Partneruniversität bietet z.B. Kurse zu koreanischer Kultur und Geschichte oder zum Wirtschaftsleben an. Außerdem wird ein Sprachkurs belegt: Der ist zwar zeitintensiv, aber die Hürde ist weniger hoch als gedacht, findet Melanie. „Was für uns wie Schriftzeichen aussieht, ist ein Alphabet, das sich schnell erlernen lässt. Im öffentlichen Nahverkehr findet man dann ganz schnell selbst den richtigen Bus.“

Die Infrastruktur ist in Südkorea sehr modern. Das gilt für den Uni-Campus ebenso wie für die städtischen Einrichtungen, Bus und Bahn oder das Internet. Der öffentliche Nahverkehr und Taxis sind preiswert. Lebensmittel dagegen sind vergleichsweise teuer, weil das Land auf Importe angewiesen ist. Das Essen ist gut, allerdings fleischlastig, findet Melanie. „Vegetarisch oder vegan lebende Menschen werden bestaunt, aber man versucht, ihren Bedürfnissen entgegenzukommen“, so Melanies persönliche Erfahrung. Obligatorisch ist der Reiskocher in jeder Küche. Allerdings werde eher zwei-, dreimal auswärts gegessen. Auf und um den Campus herum gibt es dazu reichlich Gelegenheit.

Konkuk University
Studieren im Auslandsemester an der Konkuk University

Persönlich betreut studieren

Vorbildlich ist die Betreuung der internationalen Studierenden. Sie erhalten einen einheimischen Buddy. Das sind meist Studierende der Anglistik oder auf Lehramt. Sie seien sehr engagiert und helfen, Land und Leute besser kennenzulernen. Sie unterstützen z.B. bei der Kurswahl, weil die Online-Systeme der Unis das nur auf Koreanisch erlauben. Die gewünschten Kurse, die internationalen Studierenden offenstehen, zu bekommen, sei erfahrungsgemäß kein Problem, weiß Melanie aus ihrer Beratungsarbeit.

Wie in vielen anderen Ländern auch, gibt es keine zentrale Prüfung am Ende des Semesters, sondern mehre Prüfungen im Verlauf. Das Studienniveau wird von deutschen Studierenden in der Regel als einfacher wahrgenommen. Während Seminare speziell für internationale Studierende auch interaktiv angelegt sind, herrscht sonst eher die Kultur des Frontalunterrichts vor. Melanie rät: „Man kann bis zu fünf Kursen belegen, aber ich empfehle, sich eher auf drei zu beschränken, damit genug Zeit zum Entdecken bleibt.“

Grenzanlagen
Spezielles Erlebnis: innerkoreanische Grenze

Südkorea auf Reisen entdecken

Wer in Korea studiert, sollte auf Entdeckungsreise gehen. Melanie hat die Mitte und den Süden des Landes besichtig, wo man gut mit den hochmodernen Eisenbahnen hinkommt. Spannend ist auch ein Besuch an der Grenze zu Nordkorea. „So ein Tagestripp kostet zwar 100 €, bietet aber sehr nachhaltige Eindrücke“, so Melanies Erfahrung. Die 45-minütige Busfahrt bringt einen an eine der am schärfsten bewachten Grenzen der Erde. Im Alltag sei die Teilung des Landes kaum wahrnehmbar und sie spiele für die junge Generation auch keine wirkliche Rolle. Dennoch gibt es regelmäßige Sicherheitsalarme, bei denen Schutzräume aufgesucht werden. Ein dominanterer Eindruck ist inzwischen allerdings die Allgegenwärtigkeit des K-Pop: in Form von Musikberieselung bis hin zu Fanshops. Das begeistert auch viele deutsche Studierende.

Von Südkorea aus lassen sich interessante Kurztrips in andere Länder unternehmen. Melanie nutzte die Gelegenheit, um eine Woche in Tokyo zu verbringen: „Das war nicht die preiswerteste Reiseoption. Aber es war sehr interessant. Japan ist im Vergleich zu Südkorea deutlich verschlossener für Ausländer.“ Für deutsche und andere EU-Bürger ist ein koreanisches Visum schnell und kostenlos erhältlich. Man sollte auf das M für Multi Entry achten, wenn man zwischendurch Südostasien entdecken will. Eine Besonderheit ist die Alien Registration Card, die man nach seiner Ankunft auf dem Amt abholen muss. Sie dient als Ausweis während des Aufenthalts. Auch hierbei hilft der Buddy.

Zu den deutlichen kulturellen Unterschieden gehört die stärkere Durchsetzung von Regeln. In der Universität herrscht Teilnahmepflicht. An manchen Stellen gibt es ein Rauchverbot nur für Frauen. In den Studierendenwohnheimen wird auf Geschlechtertrennung geachtet. Und wer tätowiert ist, kommt nicht ins öffentliche Schwimmbad: „Das erinnert die Koreaner zu sehr an die japanische Besetzung“, hat Melanie gelernt. Die Beispiele zeigen: Wer in Südkorea studiert, lernt nicht nur im Universitätskurs.

Jetzt Südkorea im Auslandssemester entdecken

Seoul
Südkoreas Hauptstadt Seoul

Jetzt auch Lust, in Korea zu studieren? Gerne informiert Sie Melanie im Detail über ihre Studienmöglichkeit an der Hankuk University of Foreign Studies oder der Konkuk University in Seoul. Fragen Sie sie, ob man sich auf ein Wohnheim einlassen soll oder lieber in eine WG zieht. Sie kann Ihnen auch Optionen nennen, wie Sie ihr Studium in Südkorea finanzieren können. Bei beiden IEC Partneruniversitäten sind die Studiengebühren übrigens zu 100 % durch das Auslands-BAföG gedeckt.

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