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Erfahrungsbericht: Ha-Anh Do

Ha-Anh Do
„Be careful: California will take your heart!“

Ein Auslandssemester in Kalifornien? Das schien mir immer wie ein sehr kostspieliger Traum, aber ich habe es an die California State University Fullerton geschafft und der ganze Stress hat sich wirklich mehr als gelohnt - also, lasst euch von IEC beraten und los geht's in Richtung Paradies!

Campus
Campus

Vorbereitung

Ich habe mich schon frühzeitig über die verschiedenen Universitäten, deren Kosten und Kurse sowie den Finanzierungsmöglichkeiten informiert. Dabei stand mir der kostenlose Service der IEC bei allen Fragen zur Seite. Nach ausführlicher Recherche zu den Kursen habe ich mich für die CSU Fullerton entschieden. Diese bietet nämlich Kurse im Entertainment Bereich an, was für mich nicht nur interessant ist, sondern auch meinen beruflichen Zielen zugutekommt – denn wo lernt man am besten über die Musik- und Filmbranche als in Hollywood?

Nachdem ich alle Unterlagen für die Bewerbung zusammengebracht habe, habe ich mich über IEC beworben. Gleichzeitig habe ich mich um Auslandsbafög und ein kleines Stipendium gekümmert. (Achtung, bestimmte Stipendien können euren Auslandsbafögbetrag kürzen). Nach etwa zwei bis drei Wochen bekam ich schon die Zusage von der CSUF und habe dann auch alle Unterlagen, die für das Visum notwendig sind, erhalten. Das Visum zu beantragen war gar nicht so schwierig wie ich immer gesagt bekommen habe.

Unterkunft

Was sich schwieriger gestaltet hat, war jedoch die Suche nach der richtigen Unterkunft. Je näher die Unterkünfte am Campus liegen, desto höher die Mietpreise. Sucht man sich etwas weiter weg, wird immer dazu geraten, ein Auto zu kaufen. Um auf dem Campus zu wohnen, hätte man sich schon vor Monaten bewerben müssen. Zum Glück hatte die CSUF ein Webinar für alle internationalen Studenten angeboten, wo viele angegeben haben, dass sie ins Oxford North (OXN) ziehen werden – ein Wohnkomplex direkt am Campus. So habe ich mich dort für ein geteiltes Zimmer beworben. Zum Campus läuft man quasi einmal über die Straße, allerdings liegt das Mihaylo Business Gebäude auf der anderen Seite, weswegen ich doch immer mindestens 20 Minuten zu den Vorlesungen gebraucht habe. Ich habe es aber trotzdem geliebt durch den schönen Campus zu laufen. Rund um den Campus gab es noch einige andere Wohnkomplexe, wie das Homestead (direkt neben OXN), das University House und die UCA Apartments (beide ca. 5min vom Mihaylo Business Gebäude entfernt).

In den Wohnkomplexen haben überwiegend nur Studenten und auch viele Deutsche gelebt, sodass man sich einen guten Freundeskreis aufbauen konnte. Allerdings muss man sagen, dass man für die hohen Mietpreise nicht ganz so viel von den Apartments erwarten darf. Dafür gab es immer tolle Benefits. Im OXN gab es einen Pool, ein kleines Fitnessstudio sowie ein kleines Freizeitcenter, in dem man Brettspiele, Billiard oder Tischtennis spielen oder sich einfach für einen Filmabend treffen konnte. Außerdem wurden einige Veranstaltungen organisiert, wie Kürbis schnitzen an Halloween oder eine kleine Weihnachtsfeier. Ab und zu haben sie auch Snacks verteilt, so konnte man beispielsweise auf dem Weg zur Vorlesung schnell einen Saft und Kekse mitnehmen.

OXN

Studium und Kurswahl

Zur Bewerbung muss jeder internationale Student eine Course Wishlist abgeben, mit dem versucht wird, ihr/ihm einen Platz im Kurs zu sichern. Jedoch ist es meistens so, dass man zum Anfang des Semesters in keinen der Kurse eingeschrieben werden konnte. In Amerika ist es üblich ein sogenanntes Course Crashing zu machen, das heißt man geht in den ersten zwei Wochen zu den Kursen, die man möchte, setzt sich rein und fragt am Ende der Vorlesung, ob der/die Professor/in einen in seinem Kurs aufnehmen kann/möchte. Erst wenn alle Formulare unterschrieben sind, ist man eingeschrieben. Ich hatte Glück, dass ich alle meine Kurse bekommen habe, allerdings gab es einige, deren Kurse schon voll waren und sich was anderes suchen mussten.

Glücklicherweise konnte ich mir meine Kurse so wählen, dass ich nur dienstags und donnerstags Vorlesungen hatte. Trotzdem hat man während des Semesters einiges zu tun. Es gab viele Gruppenarbeiten und viele Hausaufgaben, für die man teilweise Punkte bekommen hat. Hinzu kommt, dass man nicht nur eine Klausur am Ende des Semesters schreibt, sondern auch innerhalb des Semesters. In manchen Kursen habe ich also zwei Klausuren geschrieben, in anderen wiederum vier. Ich habe also viel Zeit in der gut ausgestatteten Bibliothek verbracht, welche hier übrigens eher ein Lernort ist. Bücher muss man sich außerhalb gegen Gebühr leihen oder kaufen.

Was mir am meisten gefallen hat war, dass die Vorlesungen sehr interaktiv und praxisorientiert gestaltet worden sind. Mitarbeit und Engagement wurden in den Vorlesungen sehr hochgeschätzt – man hat teilweise sogar dafür auch Punkte erhalten. Es gab auch viele Gastvorträge, in denen Professionals von ihrer Arbeit in der Branche erzählt und Fragen beantwortet haben. Es gab allgemein viel Gelegenheit für Studenten in Kontakt mit Unternehmen zu treten und ihr Netzwerk aufzubauen.

Campusleben, Alltag und Freizeit

Darüber hinaus gab es Veranstaltungen von den Studenten selbst, wo sich beispielsweise die Studentenclubs vorgestellt haben. Für gefühlt jedes Hobby und jede Leidenschaft gab es einen Club, in dem man für wenig Geld im Semester beitreten und von interessanten Veranstaltungen und Ausflügen profitieren kann. Das ist auch die beste Gelegenheit, mit amerikanischen Studenten Zeit zu verbringen, weil die meisten Pendler sind oder neben den Vorlesungen viel arbeiten müssen. Jeden Dienstag gab es Stände an denen Poster, alte Bücher, Schmuck oder Spezialitäten, wie selbstgemachter Hummus, verkauft wird. Es gab sogar einmal ein kleines Open-Air-Festival mit DJs der Uni. Und natürlich gab es viele Sportveranstaltungen, bei denen man Goodies abstauben konnte. Die CSUF hat zwar keine klassische American Football Mannschaft, dafür aber eine recht starke Basketballmannschaft, auf die sie ganz stolz sind. Daneben gab es oft Fußball- oder Baseballspiele. Zum Uniausgleich konnte man sich auch für das große Fitnessstudio anmelden, bei dem es viele Kurse, eine große Turnhalle mit Körben und Laufbahn, viele Geräte, einen Pool und sogar eine Kletterwand gibt. Es gibt sogar ein Recreation Center, in dem es eine Bowlingbahn, Billiardtische und Spielekonsolen gibt.

Abends hat man sich mit den anderen (internationalen) Studenten zusammengefunden und sich gemütlich zusammengesellt oder hat sich dem Nachtleben in Downtown Fullerton ergeben. (Tipp: Jeden Mittwoch gab es im REMS ein Bier-Special, jeden Donnerstag im District Lounge in Orange ein Gin Tonic-Special). Oftmals gab es auch Hauspartys oder die berühmten Fraternity Partys, die wirklich denen aus den amerikanischen Collegefilmen gleichen.

Reisen

In Kalifornien gibt es einfach so viel zu sehen, von diversen Stränden, zu Nationalparks und vielseitigen, aufregenden Städten. Zu Anfang des Semesters, als es noch sehr heiß war, waren wir oft an den vielen Stränden, die Südkalifornien zu bieten hat. Am schönsten war es, mit dem Fahrrad am Venice Beach bis nach Santa Monica zu fahren.

LA Skyline
LA Skyline

Los Angeles ist nicht mal eine Stunde Autofahrt entfernt und hat wirklich vieles zu bieten, angefangen von der Skyline, die wir bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang bestaunen konnten, diversen modernen Museen und auch an Entertainment fehlt es nicht. So saßen wir einmal bei der Late Night Show von James Corden in der ersten Reihe oder haben einen ganzen Tag in den Universal Studios verbracht. San Diego ist etwa in zweieinhalb Stunden zu erreichen und die mexikanische Grenze ist von da aus nur noch eine halbe Stunde entfernt. Für San Francisco sollte man einige Tage einplanen und wenn möglich, sollte man die State Route 1 nutzen – der Ausblick lohnt sich wirklich! Einen Ausflug nach Las Vegas sollte man auch wagen, denn dort ist das Nachtleben einzigartig. Wir haben das mit dem Grand Canyon Nationalpark verbunden, welcher von Las Vegas aus nicht mehr so weit weg war. Der Yosemite sowie der Sequoia Nationalpark sind auch sehr empfehlenswert, allerdings erst im Herbst/Winter, wo es wieder Wasser in den Seen und Wasserfälle gibt.

Die Ferienzeit oder die Zeit nach den Vorlesungen kann man nutzen, um etwas weiter wegzureisen. Ich war beispielsweise eine Woche auf Hawaii und in New York, andere waren in Florida oder in anderen amerikanischen Städten unterwegs. Generell kann ich es empfehlen sich ein Auto mit anderen zu teilen. Ansonsten kommt man in der Umgebung gut mit Uber/Lyft überall hin. Wenn es bisschen weiter weggehen soll, kann ich auch Flixbus empfehlen – das ist wie in Deutschland.

Falls ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr mich jederzeit gerne auf instagram (@honeyado) ausfragen. :)